Baumschnittfördergelder des Landes Baden-Württemberg für private Streuobstbesitzer

Die Landesregierung hat ein Förderprogramm "Baumschnittmodul" aufgelegt, bei dem die Pflege privater Obstbäume bezuschusst wird. Die Förderung geht über einen Zeitraum von 5 Jahren. Bedingungen sind u.a., dass die Bäume in diesem Zeitraum 2 mal fachgerecht geschnitten werden. Dafür werden pro Baum und Schnitt 15.- Euro bezahlt, in den 5 Jahren also 30.- pro Baum. Weitere Infos vom Ministerium gibt es hier.


Wir haben nachfolgend die einzelnen Phasen dokumentiert, wie sich der OGV Rietenau für die Baumschnittprämie des Landes engagiert hat. Nachfolgend erhalten Sie ganz oben die jeweils aktuellen Infos. Wenn Sie als Einzelantragsteller Fragen haben, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

 

 

3.2.2017:

Die beantragte Schnittprämie wird in 2 Abschnitten gewährt, die jeweils aus 2 Schnittterminen bestehen.

In der Hauptversammlung des OGV wurde bekannt gegeben, dass im ersten Abschnitt 2016 (das sind die zuerst zugeteilten Bäume für den Erstschnitt) insgesamt 15.360.- Euro an 20 Antragsteller ausbezahlt wurden.

Im zweiten Abschnitt muss der Erstschnitt bis 31.3.2017 erfolgt sein.

Dez. 2015:

Alle Antragssteller wurden berücksichtigt. Die Antragsteller werden mit einem Brief der Gemeinde informiert. Dabei geht es um die Gewährung der Schnittprämie, um den Zeitpunkt des Schnittes und um die Abfrage, wer die sachgerechte Baumpflege durchführt.

10.6.15:

Die Gemeinde unterstütz die Aktion des OGV. Im Rahmen des Förderprogramms ist es notwendig, die beantragten Bäume in geographische Karten einzutragen. Dies hat die Gemeinde an ein Ingenieurbüro gegeben, das im Auftrag die Bäume einträgt.

Aus der Sitzung des Gemeinderats vom 8.6.15:

"8. Bekanntgaben. 8.1 Mistelaktion - Förderprogramm Streuobst. Der Obst- und Gartenbauverein Rietenau hat mit Unterstützung durch die Gemeinde einen Antrag für das Förderprogramm des Landes eingereicht. Der Antrag umfasst 2557 Obstbäume. Bei einer Bewilligung wird die Gemeinde die Umsetzung unterstützen. Unabhängig davon wird die Aktion der Gemeinde weitergeführt mit dem Ziel, Pflegemaßnahmen in größeren Abschnitten durchzuführen, für die die Gemeinde dann entsprechende Ausgleichspunkte bekommt. Derzeit läuft ein Projekt bei der Talmühle, das beispielhaft für weitere Vorhaben dieser Art dienen soll." Quelle: Mitteilungsblatt Aspach, Nr. 24

 

Der OGV bedankt sich für die Unterstützung durch die Gemeinde Aspach. Wir werden den Prozess weiterhin aufmerksam begleiten und Sie informieren.

16.05.15:

Die Gemeinde Aspach erklärt auf Anfrage  eines Gemeinderatsmitglieds (email 6.5.15) , dass sie Vorreiter sind und schon  mehr als andere Gemeinden für die Streuobstwiesen machen: "...da haben wir nämlich erläutert, dass Aspach mit der letztjährigen Mistelaktion schon ein Jahr vor den umliegenden Kommunen das Thema Streuobstpflege gefördert hat und mit dem „Schwäbischen Mostviertel“ in den kommenden Jahren gemeinsam mit den beteiligten Kommunen die Pflegeförderung für private Stücklesbesitzer bündeln und erleichtern will.“ (aus einer Anfrage eines Gemeinderatsmitgliedes)

Anmerkung: a) Die Mistelaktion war für Bäume der Gemeinde Aspach geplant. Der dazugehörige Artikel in der BKZ hier. Dabei ging es primär um die Mistelentfernung und weniger um einen konsequenten Baumschnitt.

b) Die Visionen des geplanten Mostviertels bleiben abzuwarten, Maßstab ist die konkrete Situation heute.

Und da vertritt die Gemeinde Aspach gegenüber den Gemeinderatsmitgliedern die Auffassung, das Landesprogramm habe nichts mit der Gemeinde zu tun. Das ist im Prinzip richtig, verdeutlicht aber auch die Haltung der Gemeinde gegenüber privaten Streuobstbesitzern, die keine Wertschätzung erfahren.

Doch es geht auch anders. Wir haben uns umgehört und recherchiert.

Wie verhalten sich andere Städte und Gemeinden in Bezug auf das Baumschnittförderprogramm des Landes?
Sie laden ihre Bürger zu Infoveranstaltungen ein, übernehmen die Organisation, engagieren eine Fachkraft, die das Projekt begleitet und die Anträge bearbeitet und beteiligen sich zusätzlich finanziell am Landesförderprogramm für private Streuobstbesitzer.
Beispiel Backnang: Backnang bezahlt einen städtischen Zuschuss von 10.- Euro pro Baum, was über die 5 Jahre den Betrag von 30.- Euro (Landesmittel) auf 40.- Euro erhöht. Nachzulesen hier

Nachtrag: Laut BKZ vom 6.5.15 wurden für Backnang 7500 Bäume gemeldet. Daraus ergibt sich ein Zuschuss der Stadt Backnang von 75.000 Euro zusätzlich zum Landesprogramm.

Beispiel Auenwald: "Es erfolgt eine finanzielle Unterstützung der Gemeinde beim Baumschnitt von 10 € je Baumschnitt und Mistelbeseitigung von durch Misteln befallenen Bäumen zusätzlich zum Landeszuschuss in Höhe von 15 € pro Baumschnitt.
Diese Förderung kann in den kommenden fünf Jahren pro Baum zweimal erhalten werden." Nachzulesen hier
Beispiel Allmersbach im Tal: Bezuschussst jeden Baum nochmals mit 10.- Euro. Nachzulesen hier


Eine fiktive Hochrechnung: Würde Aspach, wie die Stadt Backnang, zusätzlich 10.- Euro pro Baum bezahlen, so wären das bei 2332 angemeldeten Bäumen aus der Gemarkung Aspach 23.320.- Euro an zusätzlicher Prämie für private Streuobstbesitzer.

Das Verhalten der Gemeinde Aspach ist nur schwer nachvollziehbar. Streuobstwiesen werden nur da gefördert, wo es sein muss, da es sich um gesetzliche Ausgleichsmaßnahmen oder dringend benötigter Ökopunkte handelt. Zwang wird als Freiwilligkeit und Engagement verkauft. Dabei kommen die privaten Stücklesbesitzer unter die Räder. Das bedauern wir sehr.

 

14.5.15:

Wir haben zum Stichtag 15.5.15 über Herrn Seiter vom Ingenieurbüro Seiter 21 Anträge von Aspacher Bürgern mit 2557 Bäumen abgegeben. Das entspricht einer Fördersumme von 76.710.- Euro (vorbehaltich, dass der Fördertopf für alle Anträge ausreicht). Auf die Gemarkung Aspach entfallen 2332 Bäume (= 69.960.- Euro für private Streuobstbesitzer).


Chronik zur Streuobstkonzeption des Landes, Baumschnittmodul

Das haben wir auf unserer Internetseite unter "Termine + Veranstaltungen" veröffentlicht gehabt:

Über die Landesregierung wurde ein Budget für den Schnitt von Streuobstbäumen zur Verfügung gestellt. Das entspricht pro Baum 15.- Euro Pflegegeld, das zwei Mal innerhalb von 5 Jahren ausbezahlt wird. Dazu kann von den Gemeinden eine zusätzliche Prämie pro Baum zwischen 5.- und 10.- Euro kommen. Die genauen Bedingungen erfahren Sie von uns. Wenn Sie Ihre Bäume anmelden möchten, können wir Ihnen wertvolle Tipps geben, wie Sie relativ problemlos einen Antrag stellen können.

EILT: Abgabetermin für Anträge über die Stadt Backnang ist der 30. April 2015!

Infos vom Ministerium hier.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf (Alle Angaben ohne Gewähr).

ACHTUNG: Die Gemeinde Aspach nimmt nach derzeitigem Stand (4.5.15) nicht an diesem Landesprogramm teil. Wir haben Anträge für ca. 1000 Bäume auf der Gemarkung Aspach. Leider gingen wir davon aus, dass die Stadt Backnang auch Anträge aus Aspach bearbeitet. Dem ist nicht so. Wir können keine Gewähr dafür übernehmen, dass die Anträge auch bearbeitet werden. Wir sind mit der Situation sehr unzufrieden und verwundert. Andere Gemeinden und Städte bezahlen zu der Landesprämie noch eine eigene Prämie pro Baum drauf. Wir sind bemüht, die Anträge doch noch weiterzureichen, allerdings ist der Ausgang ungewiss.

Die Frage bleibt: Welchen Wert haben die Streuobstwiesen für die Gemeinde Aspach? Warum werden private Stücklesbesitzer von der Förderung ausgeschlossen? Wie verträgt sich dies alles mit dem geplanten Projekt des Schwäbischen Mostviertels?

Wir haben bisher keine konkreten Anworten von Seiten der Gemeinde bzw. der Gemeinderäte, daher werden wir in nächster Zeit auf diese zugehen und um Anworten bitten.

Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Die aktuellen Infos finden Sie auf der Seite "Blog" - da können Sie ganz unproblematisch Ihre Meinung sagen oder Fragen reinstellen. Wir freuen uns auf Rückmeldungen!


 

Das haben wir bisher unter der Rubrik "Blog" auf unserer Internetseite veröffentlicht:

Kommentare: 5

  • #1

    Axel Conrad (Montag, 04 Mai 2015 22:52)

    Nähere Infos unter Termine und Veranstaltungen. Kommentare gerne hier. Wir werden die laufenden Ergebnisse im Blog bekannt geben.

  • #2

    Axel Conrad (Sonntag, 10 Mai 2015 18:18)

    Der OGV hat sich um eine Lösung der bereits abgegebenen Anträge bemüht. Sie werden am Montag, den 11.5.15 im Rathaus zusammen mit dem Ingenieurbüro Seiter und dem OGV bearbeitet und weitergeleitet.
    Wir haben die Fraktionssprecher der Gemeinderäte per email über den aktuellen Stand informiert.

  • #3

    Axel Conrad (Montag, 11 Mai 2015 12:59)

    Treffen im Rathaus am 11.5. mit Herr Dietz, Herr Seiter, Herr Binder und Herr Conrad:
    Die Anträge werden vom OGV selbst weitgehendst bearbeitet, H. Seiter unterstütz sofern er noch Kapazitäten hat. Die Gemeinde hat keine Kapazitäten zur Unterstützung, um die Anträge bis kommenden Freitag zu bearbeiten, beteiligt sich finanziell am entstandenen Aufwand.
    Die Landesförderung wird durch die Gemeinde Aspach nicht erhöht durch eine zusätzliche Schnittprämie pro Baum (was Backnang und Allmersbach i.Tal beispielsweise machen).

  • #4

    Axel Conrad (Freitag, 15 Mai 2015 23:02)

    Wir haben heute zum Stichtag über Herrn Seiter 21 Anträge mit insgesamt 2557 Bäumen eingreicht. Sofern die Fördertöpfe noch nicht ausgereizt sind, entspräche das einer Summe von 76.710.- Euro Schnittprämie rein aus Fördermitteln des Landes.

  • #5

    Axel Conrad (Samstag, 16 Mai 2015 20:16)

    Da sich im Blog keine Links zu Seiten setzen lassen, steht der Eintrag unter "Termine und Veranstaltungen".


Kontakt:

Alfred Binder

Vorstand

Fasanenweg 9

71546 Aspach

T: 07191 915 236

Email: info@ogv-rietenau.de